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Silber-Fingerkraut

(Potentilla argentea agg.)

VI — X Home Wegränder, Böschungen, Halb­trocken­rasen
20 — 30 cm indigen LC
Habitus
Synonyme: Fragaria argentea, Pentaphyllum argentum und weitere 122. Hemikryptophyt, coll-mont. Die gelben Blüten sind alle 5-zählig. Die Kelchblätter sind kürzer als die Kronblätter. Die Laubblätter sind meist 5-zählig gefingert. Sie sind unterseits dicht grau- oder weißfilzig, oberseits kahl oder anliegend behaart. Der Blattrand ist umgerollt (Lit). Die Artengruppe kommt in allen österreichischen Bundesländern vor. Sie ist im nördlichen Alpenvorland gefährdet, im südlichen Alpenvorland beinahe gefährdet (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Blüten
 
 
Blattoberseite
 
 
Blattunterseite
 
 
Blütenstand
Aufnahmen: 03.06.2021 Weißenkirchen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
19.06.2020 Traun

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1465. P. argentea L. (Silberweisses F.)
Wurzel spindeligästig, vielköpfig. Stengel 0,5—1' lang, liegend, meist kreisförmig - ausgebreitet oder mit den Spitzen aufsteigend, unterhalb oft röthlich überlaufen, oberhalb sammt Blatt- und Blüthenstielen und Kelchen weiss- oder graufilzig, drüsenlos und ohne abstehende, längere Haare, trugdoldigästig, vielblüthig. Blätter handförmig 5—7 schnittig. Abschnitte aus ganzrandigem, keilförmigem Grunde länglich-verkehrteiförmig, tief - eingeschnittengesägt oder fiederspaltig, 2farbig, oberseits angedrücktbehaart oder kahl, trübgrün, rückwärts weiss oder graufilzig, am Rande umgerollt und daher steiflich. Nebenblätter eilanzettlich, langzugespitzt, ganzrandig oder zuweilen zerrissen. Blüthenstiele immer aufrecht. Kronen nur 4 — 6''' im Durchmesser, gelb. Schalfrüchte kahl, unberandet, runzelig.
Juni — Juli


An steinigen, trockenen, grasigen oder buschigen, sandigen oder lehmigsandigen Hügeln und Wiesen und Rainen, an Wegen, verwitterten Mauern. Ueber Granit, Gneiss, Quarzfels, Hornblende, Grünsand, sandigen tertiären Hügeln und Alluvionen, nicht auf reinem Kalk, sowohl in niedrigen als gebirgigen Gegenden, besonders mit weissfilzigem Ueberzuge gemein. Seltener mit graufilzigem Ueberzuge, z. B auf Gneiss bei Passau, auf tertiären Hügeln des Pfennigberges in Gesellschaft von P. collina aber später aufblühend, an Granitbrüchen bei Mauthausen u. s. w. Fehlt in den Kalkalpen."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 223), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 02.07.2026

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